Michael im Messwahn – Muss da wieder runter kommen…

Bis jetzt hatte ich eigentlich relativ wenig „Vergleich“ / Austausch zu anderen „Leidensgenossen“, aber seit kurzem entdecke ich gerade die vielen tollen Blogs von Typ1 Diabetikern da draussen. (Liste zu Blogs folgt..)

Jedenfalls gibt’s auch eine wirklich hilfreiche Typ1-Diabetiker Facebook-Gruppe, deren Beiträge täglich so durch meinen Facebook Stream wandern, wo Betroffene Betroffenen helfen und einander Rat geben..

Unlängst kam die Frage auf, wie man sich am besten zum regelmäßigen Messen motivieren kann..  Da sah ich plötzlich wie facettenreich und unterschiedlich die Fragestellungen und Probleme im Umgang mit dem Diabetes sind. Jeder kämpft an seiner Front. Einem fällt dies leichter, dem anderen wieder etwas völlig anderes…

Wie gesagt – Ich z.b. habe mehr das Problem das ich zu viel meinen Blutzucker kontrolliere. Es gibt Tage da müssen meine Finger 10 mal ran..

Zu viel messen kann aber auch nicht das Ziel sein, ausserdem ists oft ein echter Teufelskreis! Vorallem wenn man zu früh nach dem Essen erneut misst und dann ggf auch zu früh korrigiert.

Letzteres ist mir oft passiert und passiert mir immer noch. Ich esse, spritze dafür, und 1-2 Stunden später fange ich aus heiterem Himmel erneut an zu messen. Tja und dann sieht man schon öfters mal einen Wert der einem nicht so passt – Also wieder ran an die Spritze und korrigieren… Nun wirken jetzt aber 2 Insuline im Körper, das vom Essen und die Korrektur – Und so kann man schnell in den Keller fallen mit seinem Blutzucker. Wie gesagt, ein Teufelskreis!

Ich glaube die höchste Kunst ist sicherlich, neben einer generellen guten Blutzucker-Einstellung, die Fähigkeit auf seinem Körper zu hören, bzw. zu fühlen. Keine Ahnung ob man das so gut drauf haben kann. Ich probiers zunehmend, aber liege oft auch völlig daneben.

Es gibt Messungen, da dachte ich vorher: Ok jetzt habe ich sicher einen Unterzucker, aber dann kommt ein Wert jenseits der 200 – Und umgekehrt gibts Messungen wo man eher mit einem höheren Wert gerechnet hätte, aber alles passt! Manchmal schließe ich auch lustige Wetten vorm Messen mit mir selber ab, oder Entscheidungen – Wenn Wert über X, dann mache ich das, wenn darunter dann das.. :-) Ok, ich schweife ab…

Jedenfalls muss ich mich gegenwärtig mehr dazu zwingen einen vernünftigen Spritz/Mess -Abstand einzuhalten und die Sache nicht zu übertreiben. Wie ist das bei Euch so? (Falls hier schon wer mitliest..?! :-)

Liebe Grüße, Michael (der gerade wieder zu früh gemessen hat, hmm..)

2 Gedanken zu „Michael im Messwahn – Muss da wieder runter kommen…

  1. Hallo Michael!
    Ich bin (nach einer laaangen Phase des wenig Messens) jetzt auch bei viel zu vielen Messungen (naja so 12+ sind es leider immer, oft auch mehr). Leider hab ich allerdings wenn ich weniger messe auch deutlich schlechtere Werte (deshalb jetzt Versuch mit dem Sensor). Ich halte mit was Korrekturen angeht dann relativ strikt an die Empfehlung meines Bolus-Experten der Pumpe, der kann ja ungefähr sagen was noch wirkt… dann kann ich wenigstens ein bisschen gelassener sein;)

    1. Hallo Sandra,

      Auf Sensor und Pumpe bin ich auch gespannt… Will dieses Jahr auch umsteigen und ein CGM stell ich mir schon toll vor, bin gespannt..

      Stimmt schon, wenn die Werte durch vieles Messen und reagieren besser sind, was solls, das ist ja das wichtigste… Bleibt nur noch das Problem mit der Bewilligung der vielen Teststreifen, oder ist das bei dir kein Thema und du kommst immer schön durch… ?! Bei mir wird’s regelmäßig knapp..

      Viele Grüße
      Michael

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